March 18th, 2007
Guacamole ist ein Püree aus Avocado.
Die Avocadofrucht wurde von den Indianern Mittelamerikas kultiviert. Die Azteken nannten es „Ahuacatl“, was wörtlich übersetzt „Hoden“ bedeutet! Dazu muss ich nur kurz erläutern, dass die Endung „tl“ in der Nauatl- Sprache an alle Begriffe angepasst wird, die etwas Gutes für den Menschen bedeuten! Ein anderes Beispiel ist das Wort „Xokolatl“!
Eine Ausnahme bilden die von Synonyme, aber in unserem Fall sind Hoden ja auch gut für die Menschen- siehe auch sinkende Geburtenrate und so weiter….
Das Wort Guacamole stammt hingegen vom aztekischen „Ahuacamolli“, was mehr oder weniger „Avocado in halbflüssiger Form“ bedeutet.
In Europa wird nur das Fleisch der reifen Frucht verwendet. Avocados sind meist hart wenn man sie hierzulande kauft und beginnen nach einiger Zeit weich zu werden.
Was hier aber kaum bekannt ist, ist die Verwendung der Schale und des Kerns der Avocado- zur Guacamole- Herstellung, und genau das ist das Geheimnis eines frischen und fruchtigen Guacamole!
Vergessen Sie alles, was sie bisher über diese Soße gelesen haben! Hier liegt die Wahrheit!
Das Rezept werde ich genau so rüberbringen wie es mir eine „Mamacita“ in Campeche gezeigt hat:
4 weiche Avocados mit rauen Schalen; diese müssen sich so anfühlen wie harte Ziegenhoden!
Wenn sie nicht wissen wie harte Ziegenhoden sich anfühlen, werden sie schlechtes Guacamole essen müssen. Leider!
2 große saftige Limetten!
1 Chili
2 Tomaten
1 Zehe Knoblauch
Eine Handvoll Koriander oder glatte Petersilie
Salz
Also, Avocados mit einem Messer in der Mitte von Norden bis Süden schneiden. Aber Vorsicht: der Kern darf nicht beschädigt werden ! –WICHTIG!
Beide Teile trennen und den Kern entfernen, aber nicht wegwerfen. Das Avokadofleisch in einen Topf geben. Dann werden die Limetten entsaftet und der ganze Saft über die Avocados gegossen. Die Limettenschalen bei Seite stellen.
Avocadomasse dann mit einer Kartoffelpresse pürieren.
Die Stiele der Chilis entfernen –nicht entkernen- und in kleine Ringe schneiden.
Die Tomaten nicht entkernen und in kleine Stücke schneiden.
Knoblauch -Vorsicht bitte!- mit der flache Seite des Messers zerdrücken danach klein schneiden.
Koriander oder Petersilie klein schneiden.
Chilis, Tomaten, Knoblauch, Koriander und Salz in die pürierten Avocados mischen und jetzt Achtung! Die 4 Avocadokerne in die beiden entsaften Limetten- Schalenhälften tun und mit beiden Hände solange drehen, bis die Kerne voll mit Saft sind. Die Limettenschalen dann wegwerfen und die Avocadokerne in das Guacamole geben. Die Avokadokerne dienen übrigens dazu, die schnelle Oxidation des Guacamole zu verhindern und sind NICHT zum Verzehr gedacht! Alles gut mischen!
Wenn alles fertig ist, geben Sie das Guacamole in einen schmalen, hohen Behälter. Und weil trotz des Limettensafts und der Avokadokerne das Guacamole dazu neigt, schnell zu oxidieren, decken Sie die Oberfläche des Guacamoles mit den Schalen der Avocados zu. Das wars!
March 13th, 2007
Heute stellen wir unser feinstes Gericht vor, eine Fajita die sehr gut schmeckt und sich sehr von den gewöhnlichen Fajitas unterscheidet!
Diese Fajita kombiniert eine Marinade aus Tequila und Limette mit cremigen Elementen und einer großen Portion verschiedener Käsesorten!Sorgen Sie bitte nur dafür, dass die Hähnchenbrust nicht länger als 3-4 Stunden mariniert wird, weil der Zitrussaft eventuell das Fleisch beschädigen kann .
Die originale Rezept ist mit einem Bett von frittierten Maistortilla-Chips. Wir haben das aber seit Oktober 2006 in „Kartoffelchips mit Chili- Geschmack“ geändert und ich finde, dass diese Kombination von mariniertem Hähnchen, cremiger Soße und als Unterlage die knusprigen Kartoffel- Chips eine hervorragende Kombination ist!
Und nun an die Arbeit….
Für die Marinade….
1 Kaffeetasse Wasser
1/3 Kaffeetasse japanische Sojasoße
Saft aus 1 gepressten Limette
2 TL klein gehackter Knoblauch
1TL “BBQ- Ketchup…”
½ TL Salz¼ TL gehackter Ingwer
…ein Schuss Tequila!
4 Hähnchenbrustfilets
Für das Dressing…
¼ Tasse Mayonaise
¼ Tasse Creme fraiche
1 EL Milch
2 TL gehackte Tomaten ohne Samen
2 TL Weißwein Essig
1 TL klein gehackte Jalapeno
1 TL klein gehackte Zwiebel
¼ TL getrockneter Petersilie
¼ TL Tabasco
1/8 Tl Salz
1/8 TL Dill
1/8 TL süßes Paprikapulver
1/8 Tl Cayenne Pfeffer
1/8 Tl Cumin
Eine kleine Prise Knoblauchpulver
und Eine Prise frisch gemahlenen Pfeffer
Eine halbe Tasse Goudakäse gerieben
Eine halbe Tasse Roquefort
¼ Tasse Cheddar, gerieben
….zuerst einmal tief einatmen (ich gehe davon aus das sie heute meditiert haben)die Zubereitung erfordert die absolute Konzentration!
Ziehen sie sich ein weißes T-Shirt an! Schauen sie das Spiel Deutschland- Italien (0-2) …das macht die Laune!Obligatorisch können Sie auch 10 km joggen!!!
Die Marinade zubereiten indem Sie alle Zutaten in einer kleinen Schüssel mischen und das Fleisch darin mindestens 2, höchstens aber 3 Stunden marinieren; in den Kühlschlank stellen. Bereiten Sie das Dressing zu, indem Sie alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Mixer kräftig vermischen bis die Soße eine sehr cremige Konsistenz hat! –In den Kühlschrank stellen.
Den Backofen auf 200°C vorheizen.
Inzwischen eine Pfanne mit ein wenig Öl anwärmen und das Fleisch aus der Marinade etwa 3 Minuten pro Seite braten.
Nehmen sie eine schwere Pfanne, geben Sie das gebratene Fleisch hinein. Darauf geben Sie eine Schicht des folgenden Dressings: ¼ Tasse Käsemischung (jeweils auf eine Hähnchenbrust). In den vorgeheizten Backofen schieben bis der Käse gut geschmolzen ist!
Geben Sie auf einen Teller eine dünne Schicht Chili- Kartoffelchips: Darauf richten Sie das Fleisch an.Sie können das Ganze mit mexikanischem Reis servieren (das Rezept kommt demnächst). Guten Appetit!
March 9th, 2007
Pedro de Coronado, ein spanischer Chronist der Vasques de Coronado begleitete, schrieb in seinen Briefen nach Spanien, dass die indianischen Köche Wacholderbeeren und Koriandersamen benutzten und die Männer Wildschweine jagten.Das Hausschwein brachten erst die Spanier in den amerikanischen Südwesten mit!Ähnlich wurde das Chil Pequin, ein im amerikanischen Südwesten vorkommendes wildes Chili lange zuvor von den Papagos und Pimas verwendet.Die Chilischoten die man heute im amerikanischen Südwesten vorfindet, brachten die Spanier zusammen mit Paprika und Tomaten aus Mexiko mit. Nach der Überlieferung der Tolteken wurde Schokolade (Xokolatl) den Göttern gestohlen und den Indianern Mexikos von Quetzalcoatl geschenkt…mich erinnert die ganze Story an Prometheus!Quezalcoatl pflanzte Kakaobäume und als diese mit Früchten trugen, sammelte er sie, röstete sie und zeigte den Frauen, wie man sie in Kürbisflaschen mit Wasser verquirlte.Damals war die Schokolade ein bitteres, sehr oft salziges und scharfes Getränk, das den Priestern und dem Adel vorbehalten war! (ähnlich wie heute teurer Kaviar und Champus für die obere Burgeosie…)Erst die Indianer des Volkes mischten Honig bei, die Spanier tranken sie mit Zucker und Milch und heiß und nahmen sie nach Norden ins heutige New Mexiko und Arizona mit, wo die Schokolade fester Bestandteil der Küche der Pueblos wurde!
„WILDSCHWEINBRATEN MIT SCHOKOLADE PUEBLO ART“
50ml Öl
Schweineschmalz
3 gehackte rote Zwiebeln1
1 EL Wacholderbeeren
5 Knoblauch Zehen, gehackt
2 Tl zerdrückte Koriandersamen
1 Lorbeerblatt
450 gr geschälte Tomaten aus der Dose (beste Qualität)
300ml Wasser
200 ml Apfelessig
100ml Honig
1 Tl Chayenne Chili, gemahlen
1 getrocknete Chilischote, zerrieben
2 Tl Salz
ca. 50 gr bittere Schokolade, mind. 70 % Kakaogehalt
2 kg Wildschweinkaree am Stück!
In eine schweren Topf die Zwiebeln bei mittlerer Temperatur weich dünsten.Knoblauch, Wacholderbeeren, das Lorbeerblatt und alles etwa 4-5 min dünsten.Die Tomaten, 300ml Wasser, Essig, Honig und das Chilipulver, die Chilis und 2Tl Salz dazugeben. Das ganze etwa 20 min. köcheln bis die Flüssigkeit eingedickt ist. Den Backofen auf ca. 180 °C vorheizen, das Karee mit der Fettseite nach oben in einen schweren Bräter geben und mit der zuvor gekochten Soße übergießen.Alles für etwa zweienhalb Stunden in den Backofen schieben; mit einem Backofenthermometer überprüfen Sie die Temperatur an der dicksten StelleWenn das Thermometer 80 Grad anzeigt ist das Gericht fertig! Als Beilage gekochte Süßkartoffeln und viel Brot servieren! Ergibt ein Gericht für 6- 8 Personen!
March 9th, 2007
Chili con carne!
Göttlich: nichts klingt mexikanischer als das Chili con carne; genau wie Guandalajara und Popokatepetl! Aber die Wahrheit ist so wie immer: Bitter!
Chili con Carne existiert nur in den Köpfen der westlichen (und als Folge dessen auch deutschen) Hypomittelschicht. Weder die Azteken, der Zapata oder gar die mexikanische Fußball- Nationalmannschaft (die bekanntlich den besseren Fussball spielt als die deutsche) hat jemals Chili con Carne gegessen.
In- Carne-tion Mexikos:
5 frische rote Chilis
1 Bund Frühlingszwiebeln
5 Zehen Knoblauch
1 Dose geschälte Tomaten ca. 450 Gr
500gr Wachtelbohnen
1kg Rinderhufte
Salz Pfeffer, Koriander (frisch und Pulver!)
Ein 200 ml Rotwein
Die Bohnen 24 Stunden mit reichlich Wasser einweichen und
in 2 Liter Wasser mit Salz und ein wenig Öl 30 Minuten kochen. Das Wasser abgießen und bei Seite stellen!
Die Chilis werden längs halbiert, entkernt und in 2 cm lange Streifen geschnitten.
Frühlingszwiebeln in 5 cm breite Stücke schneiden. In einen schweren Topf ein wenig Schweineschmalz geben, Mit die Chilis und die Frühlingszwiebeln bei niedriger Hitze braten und aus dem Topf nehmen.
Das Rindfleisch in kleine Würfel schneiden, mit Olivenöl anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und mit ein wenig gepresstem Knoblauch 3 Minuten anbraten; danach den Wein hinzugeben.
Nach weitern 5 Minuten Kochzeit 2 Liter Wasser und die geschälten Dosentomaten hinzufügen!
Wenn die Suppe eingedickt ist, die zuvor gebratenen Chilis und Frühlingszwiebeln hinzugeben, und zum Schluss die Bohnen!
Das Ganze muss eine dickflüssige Konsistenz haben!
Mit Maistortillas servieren!
Das Chili con carne ist fertig!
Blasphemie Nr. 1
Kein Hackfleisch verwenden!
Blasphemie Nr. 2
Kommen Sie nicht auf die Idee, irgendeine „Sahne“ oder ähnliche Tuningmassnahmen zu verwenden!
March 8th, 2007
Die Entdeckung eines neuen Gerichtes ist von grösserer Bedeutung für die Menschheit als die Entdeckung einer neuen Galaxie, hat ein mal ein kretischer Koch gesagt!
Also Gastronomen und Astronomen als konkurrierende Begriffe! In Wirklichkeit beinhaltet das Wort Gastronom den Astronom! Eine Situation, die nicht unbedingt Teleskope in jeder Küche erfordert, wo gekocht wird- siehe auch „Sterneköche“!
Wir bleiben aber auf der Erde! Genau gesagt im dunklen Kontinent, im „afrikanischen Europa“: in Viersen.
Dieser Blog wird ins Leben gerufen als einmaliges kulinarisches Tagebuch! Wir sind auf der Suche nach der ultimativen Salsa! Das ultimative scharfe, geschmacksvolle, sexy Gericht des Jahrtausends! Wir werden unsere Ideen ins Netz stellen, unseren Versuch das andere Ufer des Geschmacks zu erreichen.
Man sagt, dass Scharf und Süss, Chili und Zucker, Mut und Unmut zwei unterschiedliche Welten darstellen! Während Süssesser eher als introvertiert gelten, werden Chiligeniesser
für experimentierfreudig gehalten und als Geschmacksautodidakten eingeschätzt! Das heisst: wie in der Physik keine Aktion ohne Reaktion! .
Die Mayas hatten immer das Süsse als weiblich und das Scharfe als männlich dargestellt. Für mich persönlich ein Paradoxon, weil ich nur scharfe Weiblichkeit als süss empfinde!
Und genau mit dieser These werden wir uns befassen und sie im Laufe der Zeit beweisen!
Wir werden mindestens einmal pro Woche ein neues Rezept präsentieren, und zusammen mit einer kleinen Geschichte ins Netz stellen. Wir werden all unsere Kochgeheimnisse für Sie preisgeben , damit Sie alles zuhause nachkochen können! Simpel und machbar ohne jegliche Akrobatik wie es häufig von Fernsehköchen gezeigt wird!