Unsere eigenen Weine

Diese beiden Weine sind das Ergebnis und der Ausdruck meiner Bewunderung zweier großartigen Kulturen, die mich und mein Leben geprägt haben.
Zum einen hatte ich das Glück zu erfahren, wie der Wein des Dionysios schmeckt. Ich war war dabei als meine Familie die Weine kultivierte und mit großem Aufwand und unnachgiebiger Hingabe in Fässer füllte, um ihnen die perfekte Reife zu geben.   Zum anderen durfte ich einen Blick in die entlegensten Ecken Mexikos werfen. Wenn man bereit ist sich diesem Lang hinzugeben, erlebt man nicht vergessene Kulturen, unwirkliche Landschaften, nein, man hat die unglaubliche Gelegenheit den fast übernatürlichen Geschmack des vino mezcals, „Mezcalwein“, und seine Wirkung kennen zu lernen.
Zwei Kulturen, ein Ziel:
viel Arbeit zu investieren, um die Seele zu evakuieren.
Irgend etwas entstand über die Jahrtausende, etwas, das nach einer anderen Realität sucht. Etwas das sich frei macht von Stereotypen in Form von Pseudo-Geschmack. Die andere Realität, eine die nach den Sternen greift und doch so bodenständig ist. – Der Rausch!-
Er verhilft uns Menschen unsere Kreativität zu leben.
Ich werde euch also nicht erzählen, wie dieser Wein schmeckt. Eine solche professionelle und doch eher langweilige Beschreibung findet ihr am Begleitfoto .- Vielmehr möchte ich euch die Wirkung des Weins erklären.
Schmeckt euch der Wein, dann kann es zu diesem besonderen Rausch kommen, – völlig legal –
Ihr befindet euch auf einem wunderbaren Schiff, die Anker sind gelichtet, die Leinen los und ihr seid bereit das sichere Ufer zu verlassen, um dieses Abenteuer einzugehen. Der Zeitpunkt, um Ballast abzuwerfen ist noch fern, doch erste Schwankungen machen sich am Steuerrad bemerkbar. Zunge, Hände, Augen, alles scheint sich selbstständig zu machen. Die Gesten entwickeln sich zu denen eines mittelmäßigen Schauspielers, der anfängt etwas darzustellen, ohne zu wissen was er dort eigentlich macht, reine Improvisation.
Und trinkst du weiter, gehst diese Reise weiter, lässt es zu, ruderst nicht zurück,- dann werden die Gesten immer stärker, immer kräftiger, verrückter und gewaltiger.
Der Feige bekommt wieder Mut, der Verlorene wieder Hoffnung, der Stotternde spricht wie ein Wasserfall und die Luft wird zum schwebenden Gold.
Die Gegenwart hat sich nun vollständig durchgesetzt, die andere Realität, Vergangenheit und Zukunft werden großzügig ins Jetzt aufgenommen. Jeder neue Tag begräbt das Gestern!
Seid ihr bereit für diese Reise???trauben


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